Kunst(k)blick

26. August 2020

Bild: ANT!FOTO Magazin Stuke/Sieber

Unser erster Teil: Boehm Kobayashi

Das klingt irgendwie asiatisch und auch wieder nicht. Und es ist nicht auf den ersten Blick als männlich oder weiblich zu identifizieren. Viele Düsseldorfer kennen sie und ihn aber. Denn dahinter stehen Katja Stuke und Oliver Sieber.

Die beiden arbeiten an der Ronsdorfer Straße mit dem Blick auf das Weltkunstzimmer, also mitten in der Stadt.

Was sie machen und gemacht haben, lässt sich viel schwer zusammenfassen und schon gar nicht kurz: Da sind unzählige Fotoprojekte, Fotobücher, Ausstellungen, Lehraufträge an diversen Hochschulen und noch vieles mehr. Katja Stuke wirbelt außerdem im Vorstand des Künstlervereins Malkasten.

Seit ihrem ersten Japanbesuch vor vielen Jahren spielt das asiatische Land eine große Rolle im Leben und in den Werken der beiden – und so erklärt sich auch „Kobayashi“. Das ist ein in Japan sehr gebräuchlicher Name, der zusammen mit „Boehm“ so etwas wie ein Markenzeichen ist und für beide Welten steht. Immer wieder gibt es auch gemeinsame Fotoprojekte und Aktionen mit japanischen Künstlern – ein echter „Ost-West-Dialog“. Im November wird das Japanische Kulturinstitut in Köln das Ergebnis eines solchen Dialoges zeigen: Das Thema ist „Moon over Konohana”. Das fotografische Gespräch bestreiten Katja Stuke und Henguchi – ein Fotograf und Poet aus Osaka, der 2011 schon bei ANT!FOTO im Kunstraum dabei war.

Der Coronapandemie ist die ANT!FOTO Bar zum Opfer gefallen, ein Treffpunkt für und über Fotografie nach japanischem Vorbild. Einmal monatlich hatten Oliver Sieber und Katja Stuke in den Räumen von Tina Miyake auf der Ackerstraße in Düsseldorf Bücher und mehr präsentiert, die Anlass für ein Thema, einen Austausch über Fotografie sein können. Aber noch gibt es das ANT!FOTO Magazin, mit Interviews von Filmemachern, Fotografen, Kuratoren.

Pandemie hin oder her – die Kreativität sucht sich neue Wege. Künstlerinnen weltweit – darunter auch Katja Stuke – nehmen teil am The Crown Letter Project.

„The Crown Letter is a participative project created during the lockdown. It is an open platform for free expression of women artists, wherever they are in the world. It is a weekly contribution, a cartography of the intimate over time and space, offering a meeting place for a community of subjectivities. The Crown letter will be released every Tuesday.“

Dass es auch in der zweiten Jahreshälfte international zugehen wird, darf als sicher gelten, deshalb lohnt sich immer wieder der Blick auf www.boehmkobayashi.de oder auf die Profile von Katja Stuke und Oliver Sieber bei Instagram.


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