99 SECONDS OF: RITA McBRIDE. GESELLSCHAFT - Kunsthalle Düsseldorf

21. April 2016

Rita McBride Arena, 1997 © Archiv Rita McBride / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 Foto/Photo: Anne Pöhlmann, 2012

9. April – 26. Ju­ni 2016
RI­TA McBRI­DE. GE­SELL­SCHAFT

Ri­ta McBri­de be­fasst sich in ih­rem Œuvre seit den 1980er Jah­ren mit den Ei­gen­schaf­ten und Schnitt­stel­len von in­dus­tri­el­lem De­sign, mi­ni­ma­lis­ti­scher Skulp­tur, mo­der­nis­ti­scher Ar­chi­tek­tur, öf­fent­li­chen Räu­men und den Leer­stel­len, die die­se er­zeu­gen. Ihr Werk fußt auf den Tra­di­tio­nen der Mi­ni­mal Art und In­sti­tu­ti­ons­kri­tik zu­gleich. Die in der Kunst­hal­le Düs­sel­dorf aus­ge­stell­ten raum­grei­fen­den Skulp­tu­ren und In­stal­la­tio­nen aus den Jah­ren 1997 bis 2015 zei­gen ih­re brei­te künst­le­ri­sche Pra­xis.

Für McBri­de sind die Ob­jek­te, die sie pro­du­ziert, eben­so be­deu­tend wie die Pro­zes­se und Si­tua­tio­nen, aus de­nen sie her­vor­ge­hen. Das Wech­sel­ver­hält­nis von Ar­chi­tek­tur und Kunst ist Teil ei­nes kom­ple­xen Sys­tems, in dem po­li­ti­sche und kul­tu­rel­le Macht­struk­tu­ren be­fragt und her­aus­ge­for­dert wer­den. Durch ih­re Skulp­tu­ren setzt sie sich mit den der Ge­sell­schaft zu­grun­de­lie­gen­den Struk­tu­ren und Sys­te­men aus­ein­an­der, die uns un­merk­lich steu­ern und Be­we­gung und Han­deln zwi­schen In­di­vi­du­um und Kol­lek­ti­vi­tät or­ga­ni­sie­ren.

An zen­tra­ler Stel­le der Aus­stel­lung steht die Ar­beit Are­na (1997), die mit dem He­xe­le­ra­tor (2004) den Ki­no­saal der Kunst­hal­le ein­nimmt. Seit ih­rer Ent­ste­hung tourt Are­na wie ei­ne Rock­band um die Welt und wird als nutz­ba­re Skulp­tur durch ein Pro­gramm be­spielt, das von der Künst­le­rin und der Kunst­hal­le ent­wi­ckelt wur­de. Als Ort der Be­geg­nung fasst sie ca. 200 Per­so­nen, mehr als 100 Künst­ler, Mu­si­ker, Ku­ra­to­ren und Po­li­ti­ker wa­ren bis­her in ihr zu Gast. Da Are­na zu­gleich Skulp­tur und funk­tio­na­le Struk­tur ist, wer­den durch sie die Be­su­cher und die In­sti­tu­ti­on selbst zum Teil der Aus­stel­lung. McBri­de ar­bei­tet häu­fig in Kol­lek­ti­ven, mit Are­na schuf sie ei­ne sich kon­stant wei­ter­ent­wi­ckeln­de Form des kol­la­bo­ra­ti­ven Ar­bei­tens.

McBri­des bild­haue­ri­sches, in­stal­la­ti­ves, per­for­ma­ti­ves und pu­bli­zis­ti­sches Werk brach­te ei­nen neu­en, sehr kom­ple­xen Be­griff von Skulp­tur her­vor, der die ge­sell­schaft­li­che Rol­le von bil­den­der Kunst er­neut zur Dis­kus­si­on stellt.

Video: Isabel Hernandez
© IKS 2016
iks-medienarchiv.de
kunsthalle-duesseldorf.de

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