Spaziergang 2


© Spaziergang 2

Kunstsammlung NRW – K20 Grabbeplatz. Foto: Jens Willebrand, 2011. © Kunstsammlung NRW

Dieser Spaziergang hat seinen Startpunkt am Grabbeplatz, wie der Ehrenhof ein Zentrum, das mit geballter Kultur aufwartet. Die um den Platz gelegenen Gebäude vereinen Architekturstile aus über 350 Jahren, vom Barock bis zur Postmoderne: die in den 1620er-Jahren erbaute Andreaskirche, der wilhelminische Kolossalbau (1913–23 entstanden) des ehemaligen Amts- und Landgerichts, die Kunsthalle Düsseldorf, seltenes Zeugnis der brutalistischen Architektur der 1960er-Jahre, und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 Grabbeplatz im postmodernen Stil der 1980er-Jahre. Der Kunst-Rundgang beginnt im K20 (05). Anschließend sollten Sie noch einen „besonderen Blick“ werfen auf das Keramikfliesen-Wandbild Hornet („Hornisse“) von Sarah Morris auf dem Paul-Klee-Platz, direkt am Museum.

Sarah Morris Hornet. Foto: Stefan Arendt, Medienzentrum Rheinland / LVR

Gegenüber dem K20 beherbergt das Gebäude der Kunsthalle Düsseldorf (06) gleich mehrere Institutionen: den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen (06), das „Kom(m)ödchen“, die bekannte Düsseldorfer Kabarettbühne, und den „Salon des Amateurs“, der sich selbst als unabhängiges Café, Bar und Veranstaltungsort bezeichnet. Die britische Zeitschrift „The Guardian“ pries den Salon kürzlich als einen der 25 besten Clubs in Europa.

Kunsthalle Düsseldorf. Foto: Achim Kukulies, 2014

Claudia Barth: D is for drive, 2015. Foto: Katja Illner

Auf der Rückseite der Kunsthalle, an der Mutter-Ey-Straße, befindet sich der Eingang zu einer Parkgarage, der Sie ebenfalls einen „besonderen Blick“ schenken sollten: „Im Rahmen des MUR-BRUT-Projekts präsentieren junge Künstlerinnen und Künstler an einer unterirdischen Parkhauswand wechselnde Arbeiten. In der Mutter-Ey-Straße liegt auch das F3 Schmela Haus (07), eine Dependance der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Kunstsammlung NRW – Schmela Haus. Foto: Wilfried Meyer

Empfehlenswert ist ein kurzer Abstecher vorbei an der Andreaskirche in die nahe gelegene Bolkerstraße 53 im Herzen der Düsseldorfer Altstadt. Im einstigen Geburtshaus des Dichters Heinrich Heine ist heute eine Literaturhandlung mit schönem Vortragsraum und Café zu Hause. Zurück am Grabbeplatz wenden Sie sich zur Heinrich-Heine-Allee, an der das Opernhaus Düsseldorf liegt, Heimstatt der Deutschen Oper am Rhein und des Balletts am Rhein Düsseldorf Duisburg (08).

Opernhaus Düsseldorf. Foto: Hans Joerg Michel

Vorbei an dem Denkmal für den Musiker Mendelssohn Bartholdy geht es in nördlicher Richtung zum Ratinger Tor. In der schönen Jahreszeit kann man häufiger erleben, wie Kanadagänse aus dem angrenzenden Hofgarten die viel befahrene Alleestraße überqueren, um auf dem Mittelstreifen das frische Gras zu zupfen. Wenn Sie rechts in die Maximilian-Weyhe-Allee einbiegen, laufen Sie auf das im Hofgärtnerhaus untergebrachte Theatermuseum zu. Hier können Sie Theater der Gegenwart und Vergangenheit aus erster Hand erleben. Vom Theatermuseum spazieren Sie durch den Hofgarten vorbei am „Gröne Jong“, einem wasserspeienden Triton im Hofgartenweiher, auf das Düsseldorfer Schauspielhaus (09) zu. Auf dem Weg sollten Sie den „besonderen Blick“ auf die Lichtbänke von Stefan Sous nicht versäumen – oder auch selbst auf ihnen Platz nehmen. Das auf der Hofgartenseite des Schauspielhauses gelegene Lokal bietet Ihnen einen schönen Auftakt für einen anregenden Theaterabend!


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