A.K. BURNS: NEGATIVE SPACE

07.09.2019 - 02.02.2020

[Detail. For a full view, click on the picture] A.K. Burns, Negative Space 00: Living Room, 2017, Zweikanal-HD-Videoinstallation, Farbe, 36’ synchronisierter Loop. Production still. Foto: Eden Batki. Courtesy of the artist, Callicoon Fine Arts and Michel Rein Gallery.

Mit NEGATIVE SPACE zeigt die JULIA STOSCHEK COLLECTION die erste institutionelle Einzelausstellung der New Yorker Künstlerin A.K. Burns in Deutschland. In ihrer interdisziplinären Praxis ist der Körper ein kontrovers umkämpftes Territorium, in dem soziopolitische Themen kontinuierlich neu verhandelt werden. Burns beleuchtet den Körper vor dem Hintergrund des Neuen Materialismus und aktueller feministischer Theorien und stellt Mithilfe von Videos, Installationen, Skulpturen, Zeichnungen und Kollaborationen vorherrschenden Wertesysteme infrage. Ihre Körper sind zugleich wandelbar und porös: Sie interagieren mit ihrer Umwelt, ringen mit sozialhistorischen Einflüssen und sind von der materiellen Welt durchdrungen.

Die Ausstellung NEGATIVE SPACE besteht aus drei groß angelegten Multimedia-Installationen, die Teil eines fortlaufenden Zyklus sind. In Negative Space konstruiert Burns mittels Allegorien und Science-Fiction eine alternative, von der Philosophie durchdrungene Realität. Burns untersucht dabei, wie marginalisierte Körper, Orte und die Umwelt miteinander verbunden sind und bezieht Aspekte wie den Zugang zu Ressourcen oder die Zerstörung der Umwelt mit ein. Im Fokus dieser Vorstellung stehen dabei sogenannte Intra-Actions zwischen Menschen und nicht-menschlichen Wesen und Dingen. Der von der Physikerin und Philosophin Karen Barad geprägte Begriff der Intra-Action ist für Burns‘ Serie wesentlich und entstammt unmittelbar Barads Konzept des „Agentiellen Realismus“. In dieser Theorie vertritt Barad die Vorstellung, dass alles Seiende, einschließlich der Menschen, erst durch eine gegenseitige Intra-Aktion entstehen. Eines geht aus dem anderen hervor und umgekehrt. Dieser Ansatz steht der humanistischen Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt sowie der Trennung von Natur und Kultur gegenüber. Propagiert wird stattdessen ein Sein, das unabdingbar an andere Existenzen gekoppelt ist – eines, „in dem alle menschlichen Handlungen, das Verhalten nicht-menschlicher Kreaturen sowie das Wirken ökologischer Systeme und chemischer Substanzen zusammenhängen.”

A.K. BURNS: NEGATIVE SPACE ist Teil des einjährigen Programms horizontal vertigo in der JULIA STOSCHEK COLLECTION in Düsseldorf und Berlin, kuratiert von Lisa Long.


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