BELOW ZERO/-1/MINUSEINS
10. September: Eröffnung
LichtLabor ab 19 Uhr, Sound Performance PYROLATOR ab 21 Uhr
11. bis 19. September:
KAI 10 geöffnet 12-17 Uhr
18. September: LIGHT IN DARKNESS Nacht
parallele Öffnung der ZERO foundation und des KAI 10, ab 19 Uhr durchgehend bis open end
Licht-Spektakel von Mischa Kuball im Verbindungsraum zwischen KAI 10, dem Uecker-Platz und dem Zollhof ab 24 Uhr
Sound Performance PYROLATOR ab 24 Uhr
Tobias Daemgen/Moritz Ellerich
Mischa Kuball
Julius Schmiedel
Das Ausstellungsprojekt Below Zero/-1/MinusEins versteht sich in mehrfacher Weise als experimentelle Plattform. Dabei sind zwei Amplituden geplant: zur Eröffnung der Quadriennale und zum Symposion LIGHT IN DARKNESS.
Die Vernissage des Experimental-Labors BELOW ZERO am 10. September wird durch eine musikalische Performance von PYROLATOR begleitet. Er inszeniert die Verbindung von Licht, Bewegung und Audio-Visualität. Der unter dem Pseudonym PYROLATOR bekannte Komponist, Musiker und Softwareprogrammierer verwendet hauptsächlich ein Instrument: den vom Synthesizerpionier Donald Buchla gebauten MIDI-Controller „Lightning II“. Dieses wird durch Infrarotlicht emittierende „Zauberstäbe“ gesteuert, die den Klang durch die Bewegung der Hände formen.
Ein weiterer Höhepunkt findet am 18. September zur Nacht des Lichts in der Dunkelheit statt, LIGHT IN DARKNESS. Begleitend und in direktem Zusammenspiel mit der Veranstaltung der ZERO foundation werden die temporären Raumexperimente im Bereich der Lichtkunst bis weit nach Mitternacht zu sehen sein. Mischa Kuball löst mit einem für dieses Projekt konzipierten innovativen Beitrag die Architektur des KAI 10 durch Licht auf und verknüpft sie mit dem Umraum, bis hin zum Ueckerplatz. Außerdem bietet PYROLATOR eine neue, extra für diesen Abend komponierte Performance dar.
MinusEins ist Name und Ort des Experimental-Labors der Kunsthochschule für Medien in Köln. Als interdisziplinäre-technische Werkstatt im Kellergeschoss der KHM konzipiert, fungiert es als Ort der Kommunikation und Lehre und bildet ein Zentrum des Netzwerkes innerhalb der KHM. Auf diese Weise ermöglicht das Labor die Umsetzung und Präsentation künstlerischer Projekte der Studenten.
Below Zero greift die Idee des Experimental-Labors auf. Unter der thematischen Schirmherrschaft von LIGHT IN DARKNESS, der diskursiven Veranstaltung der ZERO foundation am 18. September 2010, wird der Ort in der Kaistrasse 10 zur Schaffung von Schnittmengen geöffnet. Basierend auf der Idee des „LichtLabor auf Zeit“ entsteht in KAI 10 ein experimentelles Ausstellungskonzept mit dem Leitgedanken Licht, insbesondere dem nicht sichtbaren Licht. Der Künstler, Professor und Initiator von MinusEins, Mischa Kuball (geb. 1959) löst die Materialität des Ausstellungsgedankens zugunsten eines progressiven Zusammenspiels von flüchtigen Elementen auf. Zusammen mit Julius Schmiedel (geb. 1984), Tobias Daemgen (geb. 1980) und Moritz Ellerich (geb. 1982) werden Installationen entwickelt, die die visuelle Erscheinung des tradierten Kunstwerkgedankens hinterfragen, sowie Performances und Events veranstaltet – beginnend mit dem Aufbau der Ausstellung. In den Räumen des KAI 10 installiert Julius Schmiedel eine Lichtarbeit, die sich mit dem Phänomen der Trägheit des menschlichen Sehapparats beschäftigt. RGBlaster besteht aus 20 Stroboskopen, die in schneller Abfolge rotes, blaues und grünes Licht auf die Wände werfen. Dadurch erscheint das Licht im Raum weiß. Dennoch entsteht beim Betrachter der Eindruck, dass die weiße Farbe nicht stabil ist.
Tobias Daemgen und Moritz Ellerich entwickeln eine rhizomatische Licht-Klang-Installation die sie in performativen Experimenten weiterentwickeln.
Mischa Kuball präsentiert Installationen, die die Geschichte der Lichtkunst aufgreifen und unter anderem einen direkten Bezug zu Düsseldorf herstellen; mit Projektionsraum 1:1:1/spinning version wurde 1996 in der Kunsthalle Bielefeld anlässlich des 100. Geburtstages von Moholy-Nagy gezeigt und ist weiter entwickelt worden aus der ersten Installation bei Konrad Fischer von 1989 – gezeigt 1991 in der Mutter Ey Strasse.
KAI 10 | Raum für Kunst
der Arthena Foundation
KAI 10 ist eine von einer gemeinnützigen Stiftung getragene Ausstellungshalle.
Mit der Ausstellung No Illusions eröffnete im Herbst 2008 die Arthena Foundation im Düsseldorfer Medienhafen einen neuen Raum für Kunst. Als Plattform für experimentelle Praktiken in den Bereichen Gegenwartskunst, Architektur, Design und neue Medien gedacht, setzt sich die von der Unternehmerin Monika Schnetkamp getragene Stiftung zum Ziel, eine Art geistige Werkstatt zu sein, in der junge Künstler und Künstlerinnen, Kulturschaffende und der wissenschaftliche Nachwuchs bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützt und gefördert werden. Der Fokus ist dabei auf die aktuelle, junge Szene gerichtet. Aber auch bereits profilierte, anerkannte Positionen der internationalen Kunst werden berücksichtigt, wenn es sich bei bestimmten Projekten als inhaltlich bedeutsam erweist.
In jährlich drei bis vier Ausstellungen sollen unterschiedliche thematische Komplexe und deren künstlerische, gesellschaftliche und mediale Berührungspunkte aufgezeigt und zur Diskussion gestellt werden. KAI 10 soll aber auch Ort für unmittelbare künstlerische Interventionen sein.
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