NRW-Forum Düsseldorf
Das NRW-Forum Düsseldorf repräsentiert ein völlig neues Verständnis der Idee “Ausstellungshaus” – statt sich einem reinen Kunstbegriff zu verschreiben, zeigt es kontextuelle Ausstellungen, die die Phänomene der Zeit, verbunden mit wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Fragen, vor ihrem kulturellen Hintergrund beleuchten.
Der Begriff des “Framing” steht dabei klar im Vordergund: Statt Besuchern die kulturellen Fetische des Alltags wie Modefotos oder Architektur, Autos, Comics oder Schuhe in ihren gewohnten Zusammenhängen zu präsentieren, werden diese Phänomene vor neuen, oft unerwarteten Hintergründen verhandelt und so in einen ganz anderen Sinn- und Betrachtungskontext gestellt. An dieser Stelle könnte eingewendet werden, daß dies von heutigen Medien wie Fernsehen oder Internet auch besorgt wird – der entscheidende Vorteil der Ausstellungen im NRW-Forum liegt jedoch in der sinnlichen, greifbaren Präsentation am wirklichen Objekt.
Daß dieses innovative und anspruchsvolle Konzept aufgeht, belegt der Erfolg von Ausstellungen wie “und läuft und läuft”, “Peter Lindbergh – Images of Women”, Werke des Architekten O. M. Ungers bis hin zu “Mutanten – die deutschsprachige Comic Avantgarde der 90er Jahre”. Als weiteres radikales Novum stehen die Ausstellungen des NRW-Forums auch in wirtschaftlicher Hinsicht auf eigenen Füßen: im Rahmen eines Managementplans ausschließlich finanziert durch Sponsoring und eigene Einnahmen – einmalig in der bundesdeutschen Ausstellungslandschaft. Gleichzeitig einhergehend mit der hohen Verantwortung, ein wegweisendes Modell für die Zukunft zu sein.
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