Museum Kunstpalast

Museum Kunstpalast Foto: LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Stefan Arendt

Museum Kunstpalast, Werke von Nam June Paik in der Sammlung Foto: Andreas Schiblon, Medienzentrum Rheinland/LVR

Museum Kunstpalast, Einblick in den Thomas Schütte Raum Foto: Andreas Schiblon, Medienzentrum Rheinland/LVR

Museum Kunstpalast, Einblick in den Bereich der Modernen Kunst in der Neupräsentation der Sammlung Foto: Andreas Schiblon, Medienzentrum Rheinland/LVR

Museum Kunstpalast, Einblick in die Neupräsentation der Sammlung Foto: Andreas Schiblon, Medienzentrum Rheinland/LVR

Museum Kunstpalast, Einblick in die Rubensgalerie der Neupräsentation der Sammlung Foto: Andreas Schiblon, Medienzentrum Rheinland/LVR

Die Bestände des Museum Kunstpalast bestechen durch ihre breite Vielfalt: Der Ausstellungsort, das ehemalige Kunstmuseum Düsseldorf, versammelt die städtische Kunstsammlung, die vor allem durch das Engagement von Düsseldorfer Bürgern auf der Grundlage der Sammlungsreste des Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz und unter Einbeziehung des aufgelösten Kunstgewerbemuseums entstand. Prägenden Einfluss hat dabei auch der Bestand der Kunst des 19. Jahrhunderts, in der die Düsseldorfer Malerschule breiten Raum einnimmt. Gleiche Bedeutung kommt den Gemälden der klassischen Moderne und der nach dem Krieg aufgebauten Sammlung aktueller Kunst zu. Das Museum Kunstpalast beherbergt so ebenfalls zwei großformatige Gemälde von Peter Paul Rubens als auch den bekannten, mehrteiligen „Lichtraum” der Künstlergruppe ZERO. Weitere Glanzpunkte bilden die international renommierte Graphische Sammlung mit einer großen Zahl bedeutender Handzeichnungen des italienischen Barocks sowie der reiche Bestand des Glasmuseums.

Das Grundprinzip des Museum Kunstpalast besteht in der Vereinigung von Sammlungsarbeit und Ausstellungstätigkeit an einem Ort. Kreativität und Erfahrung in der Organisation großer internationaler Ausstellungen verbinden sich mit Pflege und Ausbau eines Sammlungsbestandes, dessen Schwerpunkt regional wie international ausgerichtet ist. Die 2007 neu eingerichtete Ausstellungsreihe Spot on stellt in halbjährlichen Rhythmus Künstler oder Werke vor, die in Bezug zur Sammlung des Museums stehen oder eine spezielle Beziehung zu Düsseldorf haben. Auch Werke oder Werkgruppen werden präsentiert, die es neu oder wieder zu entdecken gilt: zum Beispiel Neuerwerbungen für die Sammlung, neue Forschungsergebnisse oder auch Restaurierungserfolge.

Die von den Kuratoren des Hauses konzipierte Sammlungspräsentation sprengt die Grenzen konventioneller musealer Kategorien und lässt das Publikum die Sammlung auf innovative und ungewöhnliche Weise erfahren. Durch dialogartig angeordnete Werksensembles und spannungsreiche kulturgeschichtliche Kontexte untereinander in Beziehung gesetzt, erschließen sich die Bestände des Museum Kunstpalast aus immer neuen Perspektiven.

Generaldirektor: Beat Wismer

Art in Düsseldorf: Der besondere Blick

Johan Thorn Prikker Mosaike

Auf dem Gelände des Ehrenhofs, an den sich gegenüberliegenden Torportiken von Museum Kunstpalast und NRW-Forum Düsseldorf, schmücken zwei monumentale Mosaike die Wände: „Der Tag“ und „Die Nacht“ 1925 von Johan Thorn Prikker (1868-1932). Der niederländische Künstler lehrte ab 1904 an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Krefeld und gehörte später dem Deutschen Werkbund an. Die Mosaike sind nach rein abstrakt-geometrischen Gesichtspunkten gestaltet. „Der Tag“ wird durch eine rhythmisierte Bewegungsstruktur charakterisiert, „Die Nacht“ durch ihre explosionsartige Formenauflösung. Einen weiteren Höhepunkt bildet das großformatige Glasfenster im Foyer des Sammlungsflügels des Museum Kunstpalast. Es enthält 35 Fensterfelder, die dem hohen Raum einen kathedralartigen Charakter verleihen.

« zurück