Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

Wohl kaum eine andere Institution war für die Entwicklung Düsseldorfs zur Kunststadt so prägend wie der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen – bereits 1829 gemeinsam von Bürgern und Künstlern gegründet, ist er mit 4000 Mitgliedern noch heute einer der größten Einrichtungen seiner Art in Deutschland. Seit seiner Gründung steht der Kunstverein für ungebrochenes Engagement für die junge, zeitgenössische Kunst. In seiner mehr als 175-jährigen Geschichte war er immer wieder Schauplatz bedeutender Ausstellungen, wie der großen DADA-Ausstellung 1958, die für die weltweit agierende Fluxus-Bewegung prägend war oder der frühen Retrospektive von Gerhard Richter 1971.

Neben seiner Bedeutung als Ausstellungsort namhafter Künstler hat der Kunstverein auch immer eine wichtige Rolle als vermittelnde Instanz zwischen Künstlern und Öffentlichkeit eingenommen: Vielfältige Aktivitäten für die Mitglieder sind für ihn ebenso verpflichtend wie seine Funktion bei der Beratung und Sichtbarmachung aktueller Kunst in der Stadt. Nach seiner langen Geschichte wechselnder Räumlichkeiten hat der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen nun mitten in der Düsseldorfer Altstadt am Grabbeplatz seinen heutigen Sitz – in fruchtbarer Nachbarschaft zur Kunstakademie sowie zur 1985 errichteten Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Hier, in der 1967 neu gegründeten und von Konrad Beckmann errichteten Kunsthalle, mit der der Kunstverein in engem Austausch steht, entfaltet er sein Programm der Förderung neuer und ungewöhnlicher künstlerischer Ideen: Erst in jüngster Zeit entwickelten Richard Wright, Tacita Dean, Sam Durant, Pawel Althamer und Artur Zmijewski, Moshekwa Langa und Marc Camille Chaimowicz viel beachtete Einzelausstellungen explizit für den Kunstverein. 2001 wurde der Kunstverein mit dem Jürgen-Ponto-Preis für sein aktuelles, konsequentes und radikales Programm ausgezeichnet.

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