Kunsthalle Düsseldorf
Einer der eigenwilligsten Orte der Kunst in Düsseldorf – schon die prägnante Erscheinung der Kunsthalle, ein selten gewordenes Zeugnis brutalistischer Architektur aus Betonfertigteilen, macht es auf den ersten Blick deutlich. Aber es ist nicht nur der 1967 erbaute Betonkubus, der das Haus zu etwas besonderem in der Düsseldorfer und der bundesdeutschen Ausstellungslandschaft macht: Als Ort für Wechselausstellungen ohne eigene Sammlung standen von Beginn an Tendenzen und Positionen der zeitgenössischen Kunst ebenso im Zentrum des Programms wie deren historische und lokale Bezugspunkte. Hier fanden so wegweisende Ausstellungen statt wie die “Prospect”-Reihe zwischen 1968 und 1976, und viele internationale Künstler betraten erstmals den europäischen Kunstmarkt über die Düsseldorfer Kunsthalle. Seit der Eröffnung des Hauses am Grabbeplatz befindet sich hier neben der Kunsthalle auch der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen als direkter “Mitbewohner”.
Das Innere der Kunsthalle besticht durch seine einfache Gliederung und die großzügig dimensionierten Ausstellungssäle. Die Qualitäten dieser Räumlichkeiten wurden durch den im Jahr 2002 erfolgten Umbau nochmals unterstrichen und für die Präsentation der Kunst optimiert. Auch nach der Wiedereröffnung gelang es mit Ausstellungen wie „Zurück zum Beton – Die Anfänge von Punk und New Wave in Deutschland 1977-`82”, „Ready to Shoot – Fernsehgalerie Gerry Schum, videogalerieschum“ (2003), „Palermo“ (2007), „Sonic Youth etc.: Sensational Fix“ (2009) oder „Eating the Universe. Vom Essen in der Kunst“ (2009/2010) immer wieder spannende Positionen zu präsentieren und damit das Publikum zu begeistern.
Seit Januar 2010 ist Gregor Jansen Künstlerischer Leiter der Kunsthalle Düsseldorf. Internationale Strömungen und Düsseldorfer Positionen, neue Talente und „große“ Namen finden in diesem eigenwilligen Haus auch unter seiner Leitung weiterhin ihren Platz.
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