K21 Ständehaus - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Steht K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz für die Kunst des 20. Jahrhunderts, so ist K21 Kunstsammlung im Ständehaus die Fortsetzung für die internationale Kunst der Gegenwart. 2002 im ehemaligen Parlamentsgebäude der Landeshauptstadt Düsseldorf eröffnet, verfügt das zweite Haus der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen über eine umfassende Sammlung, die von den späten 1970er Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart reicht.

Dem Einzug von K21 in das ehemalige Landesparlament ging ein weitreichenderr, dreijähriger Umbau voraus. Das Gebäude war 1880 als Ständehaus für die Versammlung der früheren Provinzialstände von Julius Raschdorff im Stil der Neorenaissance errichtet worden. Für seinen neuen Zweck wurde der repräsentative Bau in ein funktionales und gleichzeitig eindrucksvolles Museum mit 5.300 qm Ausstellungsfläche verwandelt. Die große öffentlich zugängliche Piazza im Innenhof und der spektakuläre gläserne Kuppelraum auf dem Dach stellen besondere Attraktionen dar. Hier finden Veranstaltungen unterschiedlichster Art statt, die das Museumsprogramm ergänzen. Im Erdgeschoss befindet sich zudem die „Bar am Kaiserteich“, ein faszinierender Farbraum, der von dem kalifornischen Künstler Jorge Pardo gestaltet wurde.

Auf insgesamt fünf Ebenen präsentiert das Haus seine umfangreiche Sammlung, deren Schwerpunkte in den Bereichen Skulptur und Objektkunst einerseits sowie Fotografie und Videokunst andererseits liegen. Über 100 bedeutende Werke sind hier versammelt, darunter Arbeiten von Künstlern wie Eija-Liisa Ahtila, Marcel Broodthaers, Katharina Fritsch, Robert Gober, Dan Graham, Andreas Gursky, Candida Höfer, William Kentridge, Imi Knoebel, Sherry Levine, Paul McCarthy, Reinhard Mucha, Nam June Paik, Thomas Ruff, Thomas Schütte, Thomas Struth, Jeff Wall, und anderen.

Das ästhetische Klima der einzelnen Sammlungsräume basiert auf naheliegenden wie auch überraschenden Prinzipien. Es werden nach dem Konzept von Künstlerräumen sowohl inhaltliche als auch formale Bezüge zwischen verschiedenen Werke hergestellt. Im Vordergrund steht dabei immer die intensive Begegnung mit den Arbeiten selbst. Nicht der festgefügte Überblick, sondern die Offenheit und Widersprüchlichkeit der noch im Fluss befindlichen Entwicklung sind das Ziel der Präsentation. Darin spiegelt sich die Situation der zeitgenössischen Kunst, die sich weder thematisch noch stilistisch auf einen einfachen Nenner bringen lässt und die dem Besucher hier in ihrer ganzen Bandbreite und mit allen ihren Herausforderungen begegnet.

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