Kunstvoll planen: Art in Düsseldorf Kalender

midori mitamura und gast

07. - 29. September 2013 // Plan D

Alexander Calder – Avantgarde in Bewegung

07. September 2013 - 12. Januar 2014 // Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20

Die Ausstellung Alexander Calder – Avantgarde in Bewegung macht erstmals die Universalität im Denken dieses Künstlers deutlich: Das Werk Calders, der zu den bedeutendsten amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt, wird eingebettet in die künstlerische Avantgarde Europas. Gezeigt wird bei der Übersicht im K20 am Grabbeplatz eine eindrucksvolle Auswahl von rund 70 Werken aus internationalen Museen und Sammlungen. Calders poetische Mobiles und Stabiles kommen dabei monumental zur Geltung.

Farbenfroh. Graphik aus der Sammlung Kemp

26. Juli - 27. Oktober 2013 // Museum Kunstpalast

Durch eine großzügige Schenkung von Willi Kemp erhält die Graphische Sammlung dieses Jahr 1000 Blatt Druckgraphik, die das Ehepaar Kemp in nahezu 60 Jahren zusammengetragen hat.

Einen ersten Einblick in diese großartige und facettenreiche Sammlung bietet eine Auswahl unter dem Motto „farbenfroh“. Alle Blätter, ob gegenständlich oder abstrakt, verbindet ihre intensive Farbigkeit. Die meisten Werke sind in den Fünfziger und Sechziger Jahren entstanden und sie scheinen die Tristesse der Nachkriegszeit mit leuchtenden Farben und klaren Formen vertreiben zu wollen. Mit ihren frischen, der Welt zugewandten Farben verbreiten die Werke Aufbruchsstimmung und Optimismus.

Die Freude und die Heiterkeit, die sich beim Betrachten der rauschenden Farben einstellen, stehen stellvertretend für den Genuss, den Willi Kemp dem Museum Kunstpalast mit seinen zahlreichen sorgfältig ausgesuchten Blättern bereitet.

Kapitalistischer Realismus? 50 Jahre Leben mit Pop

20. Juli - 29. September 2013 // Kunsthalle Düsseldorf

Die Kunsthalle Düsseldorf plant ein großes Ausstellungsprojekt zum Kapitalistischen Realismus. Gerhard Richter, Konrad Lueg, Sigmar Polke und Manfred Kuttner prägten diesen Begriff anlässlich ihrer selbst organisierten Ausstellung in der Kaiserstraße 31a in Düsseldorf Anfang 1963. Obwohl sie selbst ihn nur kurze Zeit verwendeten und sich von der Wahrnehmung als Künstlergruppe schnell distanzierten, repräsentiert der Kapitalistische Realismus eine spezifische Kunstauffassung der westdeutschen Nachkriegszeit und wird bis heute kontrovers diskutiert. Anlass der Schau ist nicht nur das 50-jährige Jubiläum der Entstehung des Begriffs im Jahr 2013, sondern vor allem die Tatsache, dass diesem wichtigen Phänomen bislang noch kein umfassendes Ausstellungsprojekt gewidmet wurde. Die Kunsthalle wird die zentralen Ausstellungen und Aktionen dokumentieren, darunter vor allem die Aktion Leben mit Pop – Demonstration für den Kapitalistischen Realismus, die Gerhard Richter und Konrad Lueg 1963 im Möbelhaus Berges in Düsseldorf veranstalteten. Ein zweiter Teil wird sich mit der Wirkung befassen. René Block, den die Möglichkeiten einer neuen künstlerischen Auseinandersetzung mit der Realität faszinierten, übernahm mit Gründung seiner ersten Galerie in Berlin 1964 den Begriff als ein leitmotivisches Schlagwort für seine Galeriearbeit und politisierte ihn damit auch vor dem Hintergrund der deutschen Teilung. Ihm und der „Grafik des Kapitalistischen Realismus“ wird sich die Ausstellung ebenfalls widmen.

Brenna Murphy

28. Juni - 29. September 2013 // Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen

Die Computer-generierten Arbeiten der Amerikanerin Brenna Murphy (Jg. 1986) erinnern an
die psychedelischen Motive der Hippie-Ära. Häufig nur online ansehbar, orientiert sie sich an
der traditionellen Folk Art sowie ihrer naturalistisch-spirituellen Ansätze, die sie durch ihre
experimentelle Auslotung der digitalen Möglichkeiten in die jetzige Zeit übersetzt. Die
scheinbar unendlichen Weiten, der konstant verbesserten Grafikprogramme und der sich
dadurch ergebene, stetig erweiternde künstlerische Spielraum, ist für Murphy hierbei von
nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Tomás Saraceno - In den Umlaufbahnen

22. Juni 2013 - 07. September 2014 // Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus

Der argentinische Künstler Tomás Saraceno entwickelt für das Kuppelgeschoss des K21 Ständehaus eine raumfüllende, begehbare Installation. „In den Umlaufbahnen“ nennt Saraceno sein Netz aus Stahlseilen, das Museumsbesucher vom 22. Juni bis 7. September kletternd oder kriechend erleben können. Es ist die bislang wohl größte und technisch komplexeste Arbeit des Künstlers.

50 Jahre Manu Factum - Die Glaspreisträger

22. Juni - 12. Oktober 2013 // Museum Kunstpalast

Seit 50 Jahren vergibt das Land Nordrhein-Westfalen alle zwei Jahre Preise für Kunsthandwerker, die in verschiedenen Gewerken tätig sind. Neben Goldschmiede, Holz-, Textil- und Keramikarbeiten kamen von Beginn an auch Glasarbeiten in die Auswahl. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Glaskünstlern, die den Staatspreis für das Kunsthandwerk in Nordrhein-Westfalen erhalten haben: Peter Schmitz, Fritz H. Lauten, Hans Peter Kremer, Renato Santarossa, Mathias Klering, Klaus Geller, Wolfgang Klee, Oswald Krause-Rischard, Thomas Klein, Dorothee Beckersjürgen, Helga Reay-Young, Georg Linden, Lothar Göbel, Gerd Kruft, Uta Majmudar, Thomas Lemke, Klaus Hilsbecher, Michael Behrens, Wilfried Grootens.

Julius Bissier

07. Mai - 21. Oktober 2013 // Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21 Ständehaus

Bel Etage
Nach langer Abwesenheit in den Ausstellungsräumen widmet sich die Kunstsammlung ab Sommer wieder einem Teil der umfangreichen Julius Bissier (1893 – 1965) Bestände. Der Schwerpunkt wird dabei auf Bissiers geometrisch-abstraktem Werk liegen. Die bislang noch nie gezeigten Leinwandarbeiten aus den frühen 1950er Jahren beleuchten eine mitunter wenig bekannte Seite
des Künstlers.

Das Kind, die Stadt und die Kunst - Aldo van Eyck, Nils Norman, Yto Barrada

19. April - 15. September 2013 // Kunstsammlung NRW - Schmela Haus

In den 1970er Jahren entwarf der niederländische Architekt Aldo van Eyck das Haus des Galeristen Alfred Schmela. Hier werden nun die Amsterdamer Spielplatz-Entwürfe des Niederländers mit dem Werk von zwei zeitgenössischen Künstlern in Dialog treten: Nils Norman, Yto Barrada.