Horst: Photographer of Style

12.02. - 22.05.2016

[Detailansicht. Für die komplette Ansicht Bild anklicken] H.P. Horst: Summer Fashions, American Vogue cover, 15 May 1941 © Condé Nast / Horst Estate

Er zählte neben Richard Avedon und Irving Penn zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Er war ein Star der Schönen und Reichen, die bei ihm um ein Portrait Schlange standen. Er war der König der Modefotografie und ein „Magier des Lichts“. Sogar Salvador Dalí entwarf für ihn Sets für seine Aufnahmen – Horst P. Horst (1906–1999). Das NRW-Forum Düsseldorf präsentiert die vom Londoner Victoria and Albert Museum kuratierte Retrospektive des legendären Fotografen in Deutschland. Die Ausstellung zeigt 250 fotografische Werke aus 60 Jahren Schaffenszeit, darunter seine berühmten Arbeiten als Vogue-Fotograf, Portraits von Stars wie Marlene Dietrich und Rita Hayworth, aber auch surrealistische sowie Naturaufnahmen und Reisebilder. Die Wanderausstellung zeigt zudem Skizzenbücher, private Briefe und zuvor unveröffentlichtes Material.

Horst Paul Albert Bohrmann, 1908 in Weißenfels an der Saale geboren, ging 1930 als Architekturstudent nach Paris, um bei Le Corbusier zu arbeiten. Dort begann seine Laufbahn als Fotograf: Er lernte George Hoyningen-Huene, den Cheffotografen der französischen Vogue, kennen. Der junge Lehrling war häufiges Modell des etablierten Fotografen. Seinen eigenen Durchbruch als Fotograf schaffte er 1932 als in der britischen Vogue sein Portrait der Tochter von Sir James Hamet Dunn, einem bedeutenden Kunstförderer, erschien. Im selben Jahr erhielt er die persönliche Einladung von Condé Nast, sechs Monate in New York Aufnahmen für die amerikanische Vogue zu machen. Sein erstes Portrait einer Hollywood Schauspielerin – Betty Davis – veröffentlichte das Vogue-Tochtermagazin Vanity Fair. Es folgten Portraits von Marlene Dietrich, Rita Hayworth, Joan Crawford oder Ginger Rogers. Als neuer Starfotograf der Vogue war er in den Modezentren Paris, London und New York tätig und fotografierte die ersten Supermodels wie Lisa Fonssagrives, die in den Roben der Couturiers Coco Chanel oder Jeanne Lanvin posierten.

Seine eleganten Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den 1930er Jahren machten ihn zum Meister von Licht und Schatten. Inspirieren ließ er sich von zeitgenössischen Kunstströmungen wie dem Surrealismus und Dada. Neben der dramatischen Beleuchtung werden tiefenräumliche Wirkung, klassizistische Kompositionen und die Idealisierung der Schönheit Stilmerkmale des Fotokünstlers. Model und Schauspielerin Carmen Dell’Orefice hat gesagt, dass niemand besser gewusst habe als er, wie das Licht auf ein Objekt fallen müsse.

1939 – noch vor dem Zweiten Weltkrieg – entsteht in Paris sein bekanntestes Foto das „Mainboucher Corset“. Mit Kriegsausbruch flieht Bohrmann nach New York. 1943 verpflichtet er sich in der US-Armee, wird US-amerikanischer Staatsbürger und ändert seinen Namen von Horst Paul Albert Bohrmann in Horst P. Horst. Er bleibt in den USA und stirbt 1999 mit 93 Jahren in Palm Beach, Florida. Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Modefotografie: Farbe hat Einzug in die Magazine genommen und das Publikum verlangt Natürlichkeit statt inszeniertem Gla-mour. In seinen Farbfotografien setzt Horst P. Horst auf das Nebeneinander von Farbblö-cken. Er kreiert klare und leuchtende Arrangements. Diese Bilder sind Zeitdokumente des amerikanischen Lebens und der Mode – gleichzeitig sind sie zeitlos. Viele seiner Farbfo-tografien sind erst in jüngster Vergangenheit zugänglich gemacht und gelten als größte Neuentdeckung der Ausstellung Horst: Photographer of Style.

Horst P. Horst gilt bis heute als einer der stilprägendsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Über 22.000 Arbeiten hinterließ der kompromisslose Meister, dessen Shootings oft Tage dauern konnten, bis er vollends zufrieden war. „Wir hätten fünf Ausstellungen füllen können“, sagt Susanna Brown, Kuratorin im Victoria and Albert Museum und von Horst: Photographer of Style.


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